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                   Hier seht ihr meine angefangenen Modelle und DIO's



  Landwasserschlepper

Weitere Bilder folgen...................

LWS Serie-025

 

Dieses wie ein Zwitter aus Panzerlaufwerk und Schiff anmutende

Gebilde war im Verlauf des Zweiten Weltkrieges selbst auf deutscher

Seite nur wenig bekannt geworden. Die deutsche Wehrmacht

verpflichtete Rheinmetall 1936 vertraglich, einen speziellen Schlepper

für amphibische Operationen zu bauen, der einen schwimmenden

Frachtanhänger schleppen sollte. Der Anhänger sollte eine Fracht von

18.000 kg befördern können und die als Land-Wasser-Schlepper (LWS)

bezeichnete Zugmaschine sollte den Anhänger auch bei schlammigem

Ufer sicher an Land transportieren können. Im Prinzip war der Land-

Wasser-Schlepper ein mit Ketten versehenes Motorboot mit der

Fähigkeit bis zu 20 Passagiere zu tragen. Das Fahrwerk bestand aus

acht Laufrädern die paarweise an mit Blattfedern gedämpften

Aufhängungen montiert waren.

 Wie auch bei sämtlichen deutschen Panzern wurde das Kettenfahrwerk vorn angetrieben. Der Bug sowie der gesamte Rumpf hatte die Form eines Bootsrumpfes und der kabinenartige Aufbau mit den runden Bullaugen verstärkte den Eindruck eines mit Ketten versehenen Motorschleppers. Die Kabine hatte Platz für eine dreiköpfige Besatzung sowie für 20 Passagiere. Der wie ein Trichter wirkende Schornstein war der Lufteinlass des Motors, durch den der Motor seine Kühlluft erhielt. Hinten am Aufbau befand sich dann ein weiterer Schacht, der Auspuff, über den mittels eines 9,3 PS starken Ventilators die Abgase abgeleitet wurden. Zur Fortbewegung im Wasser waren am Heck zwei große Schiffsschrauben befestigt. Der Anhänger war im Gegensatz zum LWS flach gehalten und hatte drei Achsen, eine vordere und zwei hintere. Zum Beladen des Anhängers war am Heck eine Rampe vorhanden, wobei als typisches Ladegut eine 18 t Halbkettenzugmaschine Sd.Kfz. 9 angenommen wurde. Während der Überfahrt sollte die Besatzung in die Kabine des LWS umsteigen.
Bis Kriegsbeginn existierten 21 Land-Wasser-Schlepper, die Landungs-Pionierbataillonen zugeteilt waren. Überhaupt hatte das Projekt anfangs keine große Dringlichkeit, was sich erst mit der Planung der Operation "Seelöwe" änderte. Obwohl der LWS für die ruhigen Binnengewässer konzipiert war, verfolgte man doch energisch das Projekt, ihn für einen möglichen Seeangriff auf England hochseetauglich auszurüsten. Nach Aufgabe dieser Pläne schwand das Interesse, und das Projekt wurde abgebrochen. Dennoch stellte man sieben seetaugliche Prototypen her, von denen einige 1941 an der Ostfront eingesetzt wurden. So zum Beispiel bei der Eroberung der baltischen Ostseeinseln Moon, Ösel und Dagö. Im Vergleich mit einigen anderen zeitgenössischen Amphibien war der Land-Wasser-Schlepper kein Kampfmittel, sondern, wie seine Bezeichnung schon erkennen lässt, für Transportaufgaben vorgesehen. Dementsprechend war er auch nicht gepanzert und verfügte über keinerlei Bewaffnung. Die war auch der Hauptnachteil des LWS, denn trotz der eher unbeholfenen Erscheinung, die über die effektive Leistung dieses Fahrzeugs hinwegtäuschte, war der LWS eine gut durchkonstruierte Zugmaschine.
Aufgrund der fehlenden Panzerung plante man noch ein weiteres Fahrzeug, die sogenannte Panzerfähre (PzF), die vom Konzept dem LWS ähnelte, aber über das Fahrwerk des Panzer IV und eine leichte Panzerung verfügte. Nachdem zwei Prototypen gebaut wurden, ließ man das Projekt 1942 aber fallen.



























Panzer II
  von Tamiya

Weitere Bilder kommen ..........








Das schönste Hobby der Welt

Ab und an gerät das Betrachten von Modellen zu einem mehrfachen Genuss: Ein toller Bau, eine klasse Lackierung – und obendrein wird die Geschichte des Originals präsentiert. Aufwändig recherchiert und en Detail umgesetzt. Aber wie schon ein griechischer Philosoph richtig bemerkte: „Nicht alle können wir alles.“ So gesehen ist es ganz logisch, dass jeder Mitstreiter seine Lieblingsdisziplin aufweist und seine Schwerpunkte individuell zu setzen vermag. Mancher konzentriert sich dabei übrigens dermaßen auf das Vorbild, dass er den Bau komplett vergisst. Das soll aber kein Thema sein, heute geht es um das große Suchen und Finden an sich.

 

Auf den ersten Blick erscheint es unverständlich, dass Recherche nicht ebenso selbstverständlich ist wie Kleben und Malen. So einfach verhält sich das allerdings nicht, denn Recherche braucht glaubwürdige Quellen – das ist keineswegs eine Frage der Masse.

Beispielsweise existiert das Phänomen des tradierten Wissens: Niemand käme auf die Idee, seine erbauliche Lektüre nach wie vor mit den Drei Fragezeichen oder mit Alfons Zitterbacke zu bestreiten. Jedenfalls nicht in der Hauptsache. Eine große Zahl an Mitstreitern schöpft allerdings nach wie vor aus Büchern, die auf Werken aus den frühen 70ern aufbauen. Dort sind Legenden enthalten, die von Generation zu Generation weiter gegeben werden.

Und so werden wir noch lange mit Behauptungen leben, die einst von frustrierten Ex-Generälen in die Welt gesetzt wurden. Oder von Journalisten, die bei ihren Recherchen auch immer die Sensationslust des breiten Publikums im Hinterkopf hatten. Da wird sich auch in Zukunft so mancher fragen, weshalb wir eigentlich den Krieg verloren haben.

Das nächste Phänomen hat ebenfalls mit Tradition zu tun – und zwar mit dem guten alten Handwerk. Es gab Zeiten, da konnte man als Lithograph, Setzer oder Reprofotograph eine Familie ernähren. Sogar leibhaftige Drucker mit Meisterbrief waren hier und da zu finden.  Die brauchte man auch, die Technik war längst nicht so weit wie heute und das kostete natürlich Geld. Trotz recht großer Nachfrage wären hohe Auflagen in guter Qualität also ordendlich teuer geworden. Die Entscheidung, bei Fotos entweder Durchschnitt für alle oder Hochwert für wenige zu machen, fiel leicht.

Damit wurde es dem ebenso begeisterten wie geneigten Betrachter über Gebühr einfach gemacht, voll ehrlicher Überzeugung rote Motorhauben zu propagieren, die im Original gelb waren. Lichtreflexe auf einem Rumpf wandelten sich zu persönlichen Emblemen, Buchstaben zu geheimnisvollen Klappen – und umgekehrt. Vielfach wurden grauer Mischmasch oder frei interpretierte Farbangaben zur Vorlage von Boxart oder zur Grundlage von Bemalungsanleitungen. Selbstverständlich wurden Modelle auch so gebaut.

Spätestens hier kommt etwas anderes in Spiel: Vertrauen. Wer ein Modell herausbringt, der wird sich schon ausgiebig damit beschäftigt haben. So manchem schwant dennoch, dass etwas nicht stimmen kann und nutzt tiefgläubig das Internet.  Eine Bildersuche bei den etablierten Suchmaschinen fördert auch gleich dutzende Farbfotos des Originals zu Tage, das sich gerade ein wenig verkleinert auf der Schneitmatte lümmelt.

Es fragt sich nur, was von einem Bild zu halten ist, das runtergerechnet wurde und auf einem Bildschirm betrachtet wird, der ganz anders kalibriert ist, als bei demjenigen, der es einstellte.

Das Internet hat allerdings eine Reihe guter Seiten. Wer in einem Forum fragt, erhält immer eine fundierte Antwort von einem, der tatsächlich über entsprechendes Wissen verfügt. Oder zumindest eine plausible Vermutung. Aber woher haben die großen Weisen eigentlich ihr Wissen? Sie  haben einfach stärker nachgebohrt, sich mehr beschäftigt und mehr investiert.

Aber warum soll man wichtiges Wissen in fremde Köpfe verlagern, wenn im eigenen noch genug Platz ist? Und so sollten Bildbände und Bücher in unserem Hobby ihren zweiten Frühling erleben.

Denn alte Fotos werden jetzt vielfach neu aufbereitet. Neu entdeckte zum ersten Mal veröffentlicht. In einer Qualität, die keine Frage offen lässt. Diese Werke wenden sich an ein Publikum, das kleiner geworden ist und haben daher trotz moderner Technik immer noch ihren Preis. Aber das hat ein guter Bausatz schließlich auch. Ebenso wie gute Ätzteile oder Decal-Sätze.

Dafür gibt es das eigene Aha-Erlebnis beim Lesen sorgfältig recherchierter Literatur völlig kostenlos, die Bewunderung über die dokumentierten Mühen gibt es obendrein.

Das Beste: Wenn Hände, Pinsel oder Airbrush mal nicht so recht wollen, kann man sich beim Blättern und Lesen bestens entspannen. Und dennoch Modellbau betreiben.

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  • : Modellbau Blog von Lothar Wichlacz
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ZbV 3000: Maschinen Krieger (S.F.3.D)


Anfang der achtziger Jahre kam eine neue Science Fiction Modellbauserie aus Japan nach Deutschland, die in ihrer Qualität alles bis dahin in dieser Sparte bekannte in den Schatten stellte. Der Hersteller hieß Nitto, die Serie S.F.3.D. und ihr geistiger Vater war Kow Yokoyama.
Die Bausätze bestanden aus einem Teilemix in Spritzguss, Ätzteilen, Gummi, Metall und teilweise Elektronik. Im Grunde also, wie es so schön Neudeutsch heißt, Multimediakits. Dazu kam ein günstiger Preis zwischen 20,00 und 30,00 DM für die Kampfanzüge und 100,00 DM für die Flugmaschinen.
Besonders interessant an S.F.3.D. war, dass es keine begleitende Fernseh- oder Comicserie gab. Alles basierte auf den Phantasien von Kow Yokoyama. So entstanden ca. 100 verschiedene Modelle, die aber nicht alle als Bausatz erhältlich waren.
Das Copyright lag und liegt bei dem japanischen Modellbaumagazin Hobby Japan. Leider kam es zu Streitigkeiten zwischen den drei Beteiligten Nitto, Hobby Japan und Kow Yokoyama wegen der Gewinnausschüttung. In Folge dessen verschwanden diese Bausätze, die ihrer Zeit voraus gewesenen waren, zum Ende der achtziger Jahre vom Markt.

Um eine erneute Produktion zu ermöglichen, wurden die S.F.3.D. Bausätze unter einem neuen Namen auf den Markt gebracht. Damit wurden die Copyrightprobleme erst einmal umgangen.

Auf der Suche nach einem neuen Namen wandte man sich aus Japan an das 1994 in Berlin und London gegründete S.F.3.D. NetWork.
Diese Vereinigung war ein lockerer Verbund von Mitstreitern in aller Welt, die sich seit Jahren für eine Wiederauflage einsetzten. Außerdem hatten in der Zwischenzeit viele Mitglieder durch das Fehlen von Neuheiten ihren eigenen Modellen zu diesem Thema entwickelt, erfanden Geschichten zu ihren Kreationen und warben auf Ausstellungen für ihre Lieblingsserie. Mark Stevens in Großbritannien und Torsten Wendt in Deutschland standen diesem Club vor und organisieren den Kontakt zum großen Teil per Email über die ersten Computernetze oder per Brief.
Nach einigen Telefonaten einigte man sich auf den Namen „ZbV 3000“ und in Japan ergänzte man diesen Namen um das Wort „Maschinen Krieger“. Damit war die neue (alte) Serie (wieder)geboren.

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