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German Land-Wasser-Schlepper (LWS)


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Der LWS 300 war ein amphibisches Vollkettenfahrzeug auf Basis des Fahrgestells des Panzer IV. Angetrieben wurde er an Land durch die vorn liegenden Kettenabtriebsräder und im Wasser durch 2 Tunnelschrauben. Ihre Hauptaufgabe sollte der Transport von Material und Waffen bei Landeoperationen sein.
Sie konnten eingesetzt werden als :
1. Zugmaschine an Land
2. Motorschleppboot im Wasser
3. Zugmittel im flachen Wasser
4. Motorschlepper für Landungsgerät
5. stets fertige Motorfähre in Verbindung mit 10t- oder 20t-Schwimmanhänger ( für Panzer II oder Panzer IV )

Dabei boten sie innen Platz für 20 Passagiere, so das die Panzer auf dem Schwimmanhänger standen und die Besatzung im LWS im Trockenen saß.
Durch ihr geringes Freibord von nur 0,7m waren sie nicht sehr seetüchtig, konnten aber starke Brandung bei Windstärke 4 - 5 überwinden.
Die ersten zwei LWS fanden 1939 versuchsweise am Bug im Einsatz Verwendung und wurden zusammen mit dem 3. Neubau bei den Vorbereitungen für Seelöwe weiter erprobt. Bis Ende 1941 wurden insgesamt 7 LWS ausgeliefert und bis Anfang 1944 weitere 4, die alle bei Landungspioniereinheiten eingesetzt wurden. Über die folgenden 10 Aufträge fehlen leider genaue Angaben. Ausserdem wurden von den 10t-Schwimmanhängern noch 4 Prototypen und von den 20t-Schwimmanhängern noch 2 Prototypen gebaut.
Da der LWS als Transport- und nicht als Kampffahrzeug gebaut wurde, hatte er keine Panzerung und keine Bewaffnung.

 


Technische Daten :

Länge ( über alles ): 9,2m
Breite : 3,16m
Spurbreite : 2,55m
Tiefgang : 1,59m
Höhe : 3,3m
Gewicht : 15,1t
Motorleistung : 300Ps
Geschwindigkeit : im Wasser 6,7kn; an Land 35km/h

 

 

 

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  Landwasserschlepper


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Dieses wie ein Zwitter aus Panzerlaufwerk und Schiff anmutende

Gebilde war im Verlauf des Zweiten Weltkrieges selbst auf deutscher

Seite nur wenig bekannt geworden. Die deutsche Wehrmacht

verpflichtete Rheinmetall 1936 vertraglich, einen speziellen Schlepper

für amphibische Operationen zu bauen, der einen schwimmenden

Frachtanhänger schleppen sollte. Der Anhänger sollte eine Fracht von

18.000 kg befördern können und die als Land-Wasser-Schlepper (LWS)

bezeichnete Zugmaschine sollte den Anhänger auch bei schlammigem

Ufer sicher an Land transportieren können. Im Prinzip war der Land-

Wasser-Schlepper ein mit Ketten versehenes Motorboot mit der

Fähigkeit bis zu 20 Passagiere zu tragen. Das Fahrwerk bestand aus

acht Laufrädern die paarweise an mit Blattfedern gedämpften

Aufhängungen montiert waren.

 

 

 

 

 

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  Wie auch bei sämtlichen deutschen Panzern wurde das Kettenfahrwerk vorn angetrieben. Der Bug sowie der gesamte Rumpf hatte die Form eines Bootsrumpfes und der kabinenartige Aufbau mit den runden Bullaugen verstärkte den Eindruck eines mit Ketten versehenen Motorschleppers. Die Kabine hatte Platz für eine dreiköpfige Besatzung sowie für 20 Passagiere. Der wie ein Trichter wirkende Schornstein war der Lufteinlass des Motors, durch den der Motor seine Kühlluft erhielt. Hinten am Aufbau befand sich dann ein weiterer Schacht, der Auspuff, über den mittels eines 9,3 PS starken Ventilators die Abgase abgeleitet wurden. Zur Fortbewegung im Wasser waren am Heck zwei große Schiffsschrauben befestigt. Der Anhänger war im Gegensatz zum LWS flach gehalten und hatte drei Achsen, eine vordere und zwei hintere. Zum Beladen des Anhängers war am Heck eine Rampe vorhanden, wobei als typisches Ladegut eine 18 t Halbkettenzugmaschine Sd.Kfz. 9 angenommen wurde. Während der Überfahrt sollte die Besatzung in die Kabine des LWS umsteigen.

 

 

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Bis Kriegsbeginn existierten 21 Land-

Wasser-Schlepper, die Landungs-Pionierbataillonen zugeteilt waren. Überhaupt hatte das Projekt anfangs keine große Dringlichkeit, was sich erst mit der Planung der Operation "Seelöwe" änderte. Obwohl der LWS für die ruhigen Binnengewässer konzipiert war, verfolgte man doch energisch das Projekt, ihn für einen möglichen Seeangriff auf England hochseetauglich auszurüsten. Nach Aufgabe dieser Pläne schwand das Interesse, und das Projekt wurde abgebrochen. Dennoch stellte man sieben seetaugliche Prototypen her, von denen einige 1941 an der Ostfront eingesetzt wurden. So zum Beispiel bei der Eroberung der baltischen Ostseeinseln Moon, Ösel und Dagö. Im Vergleich mit einigen anderen zeitgenössischen Amphibien war der Land-Wasser-Schlepper kein Kampfmittel, sondern, wie seine Bezeichnung schon erkennen lässt, für Transportaufgaben vorgesehen. Dementsprechend war er auch nicht gepanzert und verfügte über keinerlei Bewaffnung. Die war auch der Hauptnachteil des LWS, denn trotz der eher unbeholfenen Erscheinung, die über die effektive Leistung dieses Fahrzeugs hinwegtäuschte, war der LWS eine gut durchkonstruierte Zugmaschine.
Aufgrund der fehlenden Panzerung plante man noch ein weiteres Fahrzeug, die sogenannte Panzerfähre (PzF), die vom Konzept dem LWS ähnelte, aber über das Fahrwerk des Panzer IV und eine leichte Panzerung verfügte. Nachdem zwei Prototypen gebaut wurden, ließ man das Projekt 1942 aber fallen.

 

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Als Motor kam der HL108TR der 18-t-Zugmaschine mit 250 PS und der HL120TRM des Panzer IV mit 300 PS zum Einbau, die eine Geschwindigkeit von 35 km/h an Land und von 12,5 km/h im Wasser ermöglichten.

Ab 1941 gehörte je 1 LWS zur Ausstattung jedes Pionier-Landungsbataillons. Die Fahrzeuge wurden 1939 erstmals während des Polen-Feldzuges beim Bugübergang eingesetzt (2 Stück), Einsätze in Rußland - u.a. bei der Besetzung und Räumung der Insel Ösel - in Afrika, auf dem Balkan und an der Eismeerfront folgten. 2 oder 3 Fahrzeuge fielen den Russen in die Hände, die restlichen befanden sich bei Kriegsende in Dänemark.

 

 

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Einmann-Tauchfahrzeug von ca. 11 m Länge. Geschwindigkeit bei kleiner Fahrt = 3 kn.
Waffe: 2 Torpedos außenbords.

 

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26.– 30.9.1944
Mittelmeer / Ligurisches Meer
KK-Flottille 411 entsendet eine Gruppe von 9 Einmann-Tauchbooten (Typ »Molch«) mit je 2 Torpedos von San Remo aus zum Angriff auf den französischen Zerstörer Forbin vor Mentone und den amerikanischen Zerstörer Madison vor Nizza. Die Angreifer werden mit Sonar geortet; vier »Molch«-Piloten werden getötet, zwei entkommen an Land, drei retten sich an die Wasseroberfläche und werden von den Zerstörern geborgen. — Am 30.9. führt eine einzelne Spreng-»Linse« von Corsini aus eine weitere erfolglose Unternehmung durch.

 

Klicken, um Originalbild anzuzeigen

 

 

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Hier noch einige Gebaute nicht von mir...

 

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Xtreme Modeling Nº 27

 

 

 

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http://www.militarymodelling.com/sites/1/images/article_images_month/2010-06/cb35031.jpg

 

 

Hier noch  Bücher vom  LWS

 

http://www.afv-news.com/wp-content/uploads/2009/07/Cover-212x300.jpg

 

 

http://www.cyber-hobby.com/shop/images/books/BSC9788360041352.jpg

 

 

 

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Hoffe ich konnte mit den Fotos weiter helfen.....

 

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Der LWS II war ein amphibisches Vollkettenfahrzeug zum Übersetzen von Panzern und geländegängigen Radfahrzeugen. Der LWS II war ein verbesserter Entwurf des LWS von 1941 auf Basis des Fahrgestell des Panzer IV. Im Einsatz wurde 2 LWS II durch eine zwischengehängte , selbsttragende und querteilbare Fährendecke zusammen gekoppelt. Die Abmessungen der Fährendecke betrugen 9,75m x 3,85m x 0,8m. Das Gesamtgewicht betrug dann 39t und wurde als Panzerfähre bezeichnet.
Als Antrieb diente ein Maybach VM HL 120 TRM Panzermotor und einem Tankinhalt von 470l Benzin, der für 5 Betriebsstunden ausreichte.
2 Tunnelschrauben dienten zur Fortbewegung im Wasser.
Es wurden 2 Prototypen gebaut, die im Mai 1942 abgeliefert wurden. 1945 wurden die Prototypen in der Negenmarkrinne bei Wolgast selbst versenkt und noch im gleichen Jahr von den Russen gehoben.

Technische Daten :

Gewicht : 17t
Länge : 8,25m
Breite : 2,8m
Tiefgang : 2,5m
Geschwindigkeit : 5,9kn im Wasser und 24km/h an Land

 

 


 

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Es ist noch zu erwähnen, das die LWS II mit 14,5 mm Panzerung SmK-sicher waren.
Die beiden Wannen des Panzers IV (Typ 7/BW) Ausführung F (Sd.Kfz.) für die beiden Prototypen lieferte das Krupp-Gruson Werk in Magdeburg-Buckau nach Ulm. Die Antriebsanlage kam von der Zahnradfabrik Friedrichshafen und den Bootskörper fertigte die Bodan-Werft in Zusammenarbeit mit Kässbohrer.

Die Montage des ersten Fahrzeuges begann am 22.07.1941 und war erst am 15.05.1942 weitgehend abgeschlossen. Bereits am 10.07.1942 wies jedoch das OKH an, keine weiteren Pz IV-Fahrgestelle mit "Sonderausrüstungen für Landungsunternehmen" zu versehen, da laut "Führerbefehl" vordringlich Panzer IV mit langer Kanone zu fertigen waren.

 









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Schwimmpanzerwagen II mit schwimmtank

 

 

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German experimental amphibious craft

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Wasser-Goliath amphibious prototype

 

 






Einziger deutscher Flugzeugträger
 wurde nie fertig

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Im Dezember 1938 lief die "Graf Zeppelin" als Typ-Schiff für deutsche Flottenträger vom Stapel. 1943 war das Schiff immer noch nicht kampfbereit. Dann verbot Hitler den Weiterbau.

Der Flugzeugträger "Graf Zeppelin", wie er im Handbuch zur Schiffsidentifikation vom Marine-Geheimdienst der United States Navy geführt wurde.

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Zu den schärfsten Kritikern der Appeasement-Politik des britischen Premiers Neville Chamberlain zählte sein konservativer Vorgänger Stanley Baldwin. Dennoch zeigt gerade dessen Beispiel, dass Versuche, sich mit dem nationalsozialistischen Regime in Deutschland zu arrangieren, sein aggressives Potenzial übersahen. Kaum hatte Baldwin 1935 sein Amt angetreten, schloss er mit dem Hitler ein Abkommen. Der nannte den 18. Juni 1935 den "schönsten Tag" seines Lebens.



 

Denn mit dem Deutsch-britischen Flottenabkommen, wie der Vertrag gemeinhin genannt wird, wurden zentrale Bestimmungen der Versailler Vertrages auf diplomatischem Wege außer Kraft gesetzt, nachdem Hitler im März mit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht bereits Fakten geschaffen hatte. Das Abkommen mit England schien darüber hinaus einen gemeinsamen Weg mit dem Wunschpartner zu eröffnen. Bereits fünf Monate später erhielt die Werft Deutsche Werke in Kiel den Auftrag, einen Flugzeugträger zu bauen.

 

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Der Vertrag sah vor, dass Deutschland in allen Schiffstypen auf 35 Prozent der britischen Tonnage aufrüsten könne. Das bedeutete, dass Schlachtschiffe bis zu 183.000 Tonnen auf Kiel gelegt werden konnten, Schwere Kreuzer bis 51.000 Tonnen und Flugzeugträger 

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bis 47.000 Tonnen. Es sagt einiges aus über die Vorstellungen vom künftigen Seekrieg in Europa, dass das Schwergewicht immer noch auf den schwimmenden Artillerieträgern lag, während den Flugzeugträgern nur eine Nebenrolle zugewiesen wurde.

 

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Obwohl die Kriegsmarine sogar eine Delegation nach Japan schickte, um sich das nötige Know How für diese neuartige Waffe zu beschaffen, mussten die deutschen Ingenieure im Grunde von vorne anfangen. Keine Seemacht, die bereits über Erfahrungen mit Trägern verfügte, ließ sich in die Karten schauen. So kam es, dass der erste deutsche Flugzeugträger erst am 8. Dezember 1938 zum Stapel lief. Weder seine Flugzeuge wurden jemals fertig, noch wurde er je in Dienst gestellt.

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Alte Vorstellungen, zukunftsweisende Innovationen

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Das Schiff, das Hermann Göring in seiner Funktion als Oberbefehlshaber der Luftwaffe auf den Namen "Graf Zeppelin" taufte, war ein Zwitter aus alten Vorstellungen und zukunftsweisenden Innovationen. Technisch gelungen waren die leistungsstarken Katapulte, die die Flugzeuge beim Start beschleunigen sollten. Auch die – zunächst sehr störanfälligen – Heißdampfantriebsmaschinen mit 200.000 PS, die dem Träger eine Dauergeschwindigkeit von bis zu 33,8 Knoten (63 Stundenkilometer) ermöglichen sollten, waren ihrer Zeit voraus.

Antiquiert war dagegen die Ausstattung mit 16 15-Zentimeter-Geschützen, die der Feuerkraft zweier Leichter Kreuzer entsprachen. Der Raum für Kanonen, Munition und Mannschaften ging zu Lasten der Flugzeuge. Während Japan und die USA längst erkannt hatten, dass Flugzeuge den stärksten Schutz gegen feindliche Schiffe darstellten und die wertvollen Träger im übrigen durch Begleitschiffe verteidigen ließen, verzettelte sich die deutsche Marine.

Auch die taktischen Vorstellungen vom Einsatz der Marineflieger waren alles andere als zeitgemäß. So sollte die "Graf Zeppelin" 20 Torpedobomber und Aufklärer und 13 Sturzkampfbomber tragen, aber nur zehn Jagdflugzeuge. Diese wären mit der Doppelaufgabe, die Bomber und das eigene Flugzeug zu schützen, völlig überfordert gewesen.

Hinzu kam das Kompetenzgerangel zwischen Marine und Luftwaffe. Während Göring den Flugzeugträger als sein Prestigeobjekt betrachtete, verweigerte sich die Marineführung der Vorstellung, nur ein besserer Chauffeur zu sein. Zu einer eigenen Marineluftwaffe, wie sie die USA und Japan unterhielten, kam es im Dritten Reich nie, nicht zuletzt, weil die Flugzeuge fehlten. Weder die trägergestützten Versionen des Messerschmitt 109-Jägers, noch die des Junkers 87-Bombers oder des Fieseler 167-Torpedobombers gelangten jemals zur Serienreife.

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Der Werdegang der "Graf Zeppelin" und ihres Schwesterschiffes sind schöne Beispiele, wie wenig kriegsbereit die deutsche Industrie in den Zweiten Weltkrieg geriet. Einerseits sollten Panzer und Flugzeuge in Massen hergestellt werden, andererseits Schlachtschiffe und U-Boote. Die frühen Panzer waren französischen unterlegen, den Schlachtschiffen fehlten die Begleitschiffe und den Flugzeugträgern Taktik und Nachschub.

 

Großkampfschiffe wurden stillgelegt

 

Schließlich wurden die Arbeiten an dem Träger zugunsten des Ausbaus der U-Boot-Waffe zurückgestellt, zumal bald deutlich wurde, dass das Deutsche Reich den britisch-französischen Vorsprung zur See in absehbarer Zeit kaum würde einholen können. Die Furcht, das ebenso teure – allein die Baukosten ohne Ausrüstung betrugen mehr als 70 Millionen Mark – wie prestigeträchtige Schiff im Kampf aufs Spiel zu setzen, hätte seinen Einsatz wohl ebenso behindert wie zuvor die Strategie der kaiserlichen Hochseeflotte, die den Ersten Weltkrieg fast ausschließlich im Hafen zugebracht hatte.

Am 26. Januar 1943, als die 6. Armee in Stalingrad verhungerte, befahl Hitler denn auch, die verbliebenen Großkampfschiffe der Marine außer Dienst zu stellen und alle Ressourcen in den U-Boot-Bau zu investieren. Er warf ihnen Erfolglosigkeit vor, die in keinem Verhältnis zu ihren Kosten stehen würde.

Der zweite auf Kiel gelegte deutsche Flugzeugträger war beizeiten demontiert worden. Nun wurde die "Graf Zeppelin" nach Stettin geschleppt, in der Oder verankert und als Ersatzteillager ausgeschlachtet. Als 1945 die Rote Armee vorrückte, wurde der Torso auf Grund gesetzt. 1947 zog ihn ein russisches Schiff in die Ostsee, wo es als Zielschiff ein Ende fand. Erst im Sommer 2006 entdeckten Taucher einer polnischen Ölfirma das Wrack 30 Seemeilen nördlich von Wladyslawowo (Ellerwald).

Verglichen mit den großen Flottenträgern der "Essex"-Klasse, die die U.S. Navy Mitte 1943 einführte und die bis zu 100 Flugzeuge mitführen konnten, nahm sich die "Graf Zeppelin" geradezu klein und antiquiert aus. Vermutlich wäre sie schnell ein Opfer alliierter Flugzeuge geworden und hätte damit die schmale Flottengeschichte Deutschlands um einen weiteren prominenten Untergang erweitert.

 


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ZbV 3000: Maschinen Krieger (S.F.3.D)


Anfang der achtziger Jahre kam eine neue Science Fiction Modellbauserie aus Japan nach Deutschland, die in ihrer Qualität alles bis dahin in dieser Sparte bekannte in den Schatten stellte. Der Hersteller hieß Nitto, die Serie S.F.3.D. und ihr geistiger Vater war Kow Yokoyama.
Die Bausätze bestanden aus einem Teilemix in Spritzguss, Ätzteilen, Gummi, Metall und teilweise Elektronik. Im Grunde also, wie es so schön Neudeutsch heißt, Multimediakits. Dazu kam ein günstiger Preis zwischen 20,00 und 30,00 DM für die Kampfanzüge und 100,00 DM für die Flugmaschinen.
Besonders interessant an S.F.3.D. war, dass es keine begleitende Fernseh- oder Comicserie gab. Alles basierte auf den Phantasien von Kow Yokoyama. So entstanden ca. 100 verschiedene Modelle, die aber nicht alle als Bausatz erhältlich waren.
Das Copyright lag und liegt bei dem japanischen Modellbaumagazin Hobby Japan. Leider kam es zu Streitigkeiten zwischen den drei Beteiligten Nitto, Hobby Japan und Kow Yokoyama wegen der Gewinnausschüttung. In Folge dessen verschwanden diese Bausätze, die ihrer Zeit voraus gewesenen waren, zum Ende der achtziger Jahre vom Markt.

Um eine erneute Produktion zu ermöglichen, wurden die S.F.3.D. Bausätze unter einem neuen Namen auf den Markt gebracht. Damit wurden die Copyrightprobleme erst einmal umgangen.

Auf der Suche nach einem neuen Namen wandte man sich aus Japan an das 1994 in Berlin und London gegründete S.F.3.D. NetWork.
Diese Vereinigung war ein lockerer Verbund von Mitstreitern in aller Welt, die sich seit Jahren für eine Wiederauflage einsetzten. Außerdem hatten in der Zwischenzeit viele Mitglieder durch das Fehlen von Neuheiten ihren eigenen Modellen zu diesem Thema entwickelt, erfanden Geschichten zu ihren Kreationen und warben auf Ausstellungen für ihre Lieblingsserie. Mark Stevens in Großbritannien und Torsten Wendt in Deutschland standen diesem Club vor und organisieren den Kontakt zum großen Teil per Email über die ersten Computernetze oder per Brief.
Nach einigen Telefonaten einigte man sich auf den Namen „ZbV 3000“ und in Japan ergänzte man diesen Namen um das Wort „Maschinen Krieger“. Damit war die neue (alte) Serie (wieder)geboren.

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