Mit diesen Panzern wurden das Panzerregiment 11 der
Panzerbrigade 6 und
die Panzerabteilung 65 der 1. leichten Division ausgerüstet.
Zum Feldzug in Polen 1939 wurde das Panzerregiment 11 ebenfalls der 1 le. Div. unterstellt.


Die Panzer erwiesen sich bald als sehr solide gebaut mit
daraus resultierender Robustheit und langer Lebensdauer.
Durch seine 3,7 cm Kanone wurde die leichte Division,
da sie im Gegensatz zu den damals bestehenden fünf
Panzerdivisionen über keine Panzer I ( nur mit MG bewaffnet )
mehr verfügte, zu einer der stärksten '' Panzerdivisionen ''
der damaligen Zeit- so paradox es klingt.


Artillerie Schlepper 35(t)
Als die Deutschen die Tschechoslowakei besetzten, fiel ihnen ein sehr guter Panzer in die Hände. Der LT35 wurde in die deutschen Reihen aufgenommen
und zu diesem Zweck auch in Panzer 35 (t) umbenannt; das t steht für Tschechoslowakei. Er war eine gute Verstärkung für die Truppe. Doch er war sehr wartungsintensiv und das Laufwerk war nicht
für Umbauten geeignet, weshalb auch die Produktion des Laufwerkes schon so früh gestoppt wurde. In Russland war er endgültig veraltet und den neuen sowjetischen Panzern nicht mehr als lästig.
Trotzdem konnte er viele Erfolge verbuchen, vor allem in den ersten Feldzügen. Alles in allem war er ein erfolgreicher Panzer der nicht mehr verbessert wurde und die Lücke für bessere Panzer
schloss.
Die Wehrmacht übernahm 218 LT35 von den insgesamt 297 Stück. Die restlichen 79 Fahrzeuge gingen zum slowakischen Heer. Er wurde in Polen im großen Stil eingesetzt, da er die Lücke der im Bau
befindlichen Panzer III und IV schließen musste. Auch im Westfeldzug kam er zum Einsatz, allerdings in eher unbedeutenden Aufgaben. Zum Zeitpunkt der Invasion waren noch 189 Panzer 35 (t) im
Dienst der Wehrmacht. Als im Jahre 1942 der inzwischen 6 Jahre alte Panzer endgültig überholt war, wurde er von der Ostfront abgezogen. Dort blieb er noch im Einsatz des slowakischen und
rumänischen Heeres, die jeden Panzer benötigten die sie kriegen konnten.
Hier noch ein paar Einsatzfotos.
Polenfeldzug: Ein Panzerbefehlswagen 35(t) auf dem Marsch. Mit der Übernahme der Lt vz.35 durch das
Pz.Reg. 11 und die Pz.Abt.65 wurden einige dieser Panzer in Pz.Bef.Wg.35(t) umgerüstet äüßerlich sichtbar durch die Rahmenantenne zusätzlich zur vorhandenen Stabantenne.Sie waren je nach
Führungsebene (Division-Regiment-Abteilu ng) mit verschiedenen Funkgerätesätzen ausgestattet. Der Ladeschütze war zugleich
2.Funker.
Frankreic h,Panzer 35t
Wohl eines der bekanntesten Fotos aus dem Polenfeldzug: ein Panzermann steht im Mantel auf dem
Pz.Kpfwg.35(t) mit einem Eimer in den Händen,aus der Turmluke ragt ein Trichter...
Farbanstrich der Pz.Kpfwg.35(t): Unmittelbar nach Eintreffen der Lt vz.35 in den Truppenteilen (Pz.Reg.11
und Pz.Abt.65) wurden sie Dunkelgrau gespritzt,obwohl der offizielle Farbanstrich der Wehrmacht für Panzer und anderes Heeresgerät ab 1937 aus den Farbtönen Dunkelgrau und Dunkelbraun bestehen
sollte. - Diesen "panzergrauen" Anstrich behielten die Pz.Kpfwg. 35(t) während ihrer gesamten Einsatzzeit bis Dezember 1941.
Das hatte ich doch glattweg vergessen: im Russlandfeldzug wurde alles Notwendige direkt auf dem Panzer
mitgeführt.Damit ergaben sich auch ganz andere Befestigungsmöglichkeiten (z.B. für den Wassereimer)
Der Pz.Kpfwg.35(t) zieht den LKW an einer Kolonne festgefahrener Fahrzeuge vorbei. - Imposant,was 120PS
bei einem Eigengewicht von fast 11t (einschließlich Zuladung) noch bewirken können.
Schlammperiode: Nur die Kettentechnik - wie hier der Pz.Kpfwg.35(t) - konnten sich noch durch eigene
Kraft auf den durch Regen und erste Schneeschmelze aufgeweichten unbefestigten "Straßen" vor Moskau fortbewegen. Das Abschleppen schwerer Fahrzeuge hatte einen hohen Preis: enormer
Treibstoffverbrauch und erhöhter Verschleiß - dabei gab es kaum noch Ersatzteile für den Pz.Kpfwg.35(t) !
Erste Oktoberhälfte 1941: Im Bereitstellungsraum bei Cholm: Pz.Kpfwg.35(t) und Schützen... Was auffällt:
1.)die Panzer haben keinen Wintertarnanstrich, 2.)Keine Außenbehälter (der noch vorhandene Treibstoff füllte nicht mal mehr die beiden Tanks ,die zusammen 152 Liter fassten.) 3.)Die Schützen
waren nur notdürftig mit Bettzeug getarnt.
Ein Lt vz.34 offensichtlich im Arsenal Wien abgestellt. Hier befanden sich im 2.Weltkrieg
Panzerreparaturwerkstätten und das Heereszeugamt.Von hier aus sollen auch Pz.Kpfwg.35(t) an Sicherungseinheiten nach Jugoslawien
versandt worden sein.
Die Panzer wogen 9,6 t und waren 4.610 mm lang, 2.140 mm breit
und 2.250 mm hoch. Der Sechszylinder- Motor EPA beschleunigte die Fahrzeuge auf bis zu 42
km/h.
Den vier Mann Besatzung stand im Drehturm eine 3,7-cm-KwK 38(t) L/48 zur Verfügung, für die 90 Schuß mitgeführt werden konnten.
Bei einer v0 von 740 m/Sek. durchschlug die Granate
auf 500 m bis zu 35 mm Panzerung. Für die zwei MG wurden 2.700 Schuß mitgeführt.
Die Panzerung betrug frontal 25 mm und seitlich 15 mm.
Sie war allerdings vernietet, was bei Treffern dazu führte, daß die Nieten im Innern des Fahrzeuges abplatzten und zu Geschossen wurden.

Als Ausführung G wurde 1942 die letzte Serie produziert.
Hier war die Panzerung fast gänzlich ohne Vernietung ausgeführt.
Die letzten 26 der 90 erstellten Fahrzeuge hat das Waffenamt im
Juni 1942 übernommen.
Befehlspanzerwagen 35(t) wurden im Russlandfeldzug 1941 nahezu bis zuletzt in den Panzereinheiten der
6.Pz.Div. eingesetzt,nur daß ihre Anzahl stetig abnahm. Das hatte verschiedene Gründe: 1.) wurde seit dem Westfeldzug in den Nachrichtenzügen der Panzereinheiten anstelle eines Bef.Pz.Wg.35(t)
ein Bef.Pz.Wg.III eingesetzt. 2.) gingen natürlich auch einige Bef.Pz.Wg.35(t) verloren und 3.) wurde bis November 1941 aus 3 Panzerabteilungen nur noch eine,weil der Panzerbestand zusehends
abnahm. Die überzähligen Bef.Pz.Wg.35(t) wurden zu Pz.Kpfwg.35(t) zurückgerüstet (Austausch/Ausbau von Funkgerätesätzen und wieder Einbau des Bug-MG,Abbau der Rahmenantenne).
Ein Prinzip bei der Ausstattung von Panzereinheiten der Wehrmacht war wohl,dass Exemplare der jeweiligen
(zahlenmäßige) Hauptpanzer auch zu Panzerbefehlswagen ausgerüstet wurden (was ja aus verschiedenen Gründen auch logisch ist). So wurden natürlich auch Panzer 38(t) als Panzerbefehlswagen 38(t)
ausgerüstet. Es gibt aber verhältnismäßig wenig Aufnahmen,die Pz.Bef.Wg.38(t) mit der typischen Rahmenantenne zeigen.
Ein Grund war,dass Pz.Bef.Wg.38(t) mit einer 2.Stabantenne antstelle der sperrigen Rahmenantenne ausgerüstet wurden. Ein weiterer Grund war die zunehmende Ausstattung aller Panzereinheiten mit
Pz.Bef.Wg.III .
Polenfeldzug,September 1939
Russlandfeldzug: Pz.Kpfwg.35(t) auf dem Marsch - die Anspannung ist den Besatzungen anzusehen - die
Bewaffnung ist einsatzbereit...
Dieses Foto eines verlassenen Pz.Kpfwg.35(t) aus dem Frankreichfeldzug
Rast in einer lettischen Ortschaft,Juni/Juli 1941,wahrscheinlich in Tilza.
Bereits ab dem 1.9.1939 nahm die slowakische Armee als erster Verbündeter an der Seite der Wehrmacht am
Polenfeldzug teil. Slowakische Einheiten stießen ohne nenenswerten polnischen Widerstand rund 90 km vor und besetzten das umstrittene Gebiet von Javorina. Daran war auch eine Panzerkompanie mit
Lt vz.35 beteiligt.
In den Wäldern vor Leningrad. Eigentlich müssten die Schützen rechts und links der Schneise
ausschwärmen,um auch die Panzer vor Panzernahbekämpfern zu schützen...
Dieses Foto aus dem Polenfeldzug ist sicher bekannt. -
Das Original - Unterlegbrett für den Wagenheber (1939) - stabile Eiche
Beim Pz.Kpfwg.35(t) wurde das Unterlegebrett für den Wagenheber oft auch zur Befestigung der mitgeführten
Benzinkanister mit verwendet. (Hier eine Aufnahme aus dem Winter 1939/1940).
Die Transportfahrzeuge der Schützen ( LKW,PKW ) wurden in der letzten Deckung zurückgelassen. - Weiter
geht`s auf Panzern aufgesessen.
Barbarossa.Sommer 1941
Solche Fotos vom Russlandfeldzug gibt es viele - die Schützen suchen Schutz hinter den Panzern -
eigentlich sieht das Zusammenwirken von Schützen und Panzern anders aus...
Zwei ungleiche Gegner... und trotzdem sollte der PzKpfw 35(t) bis Ende 1941 noch eine Rolle spielen...
In Richtung Leningrad.- Das Krad im Vordergrund gehört zum Instandsetzungstrupp (IT) der 9.Kompanie des
Schüzenregiments 4.
Wärend des Russlandfeldzuges waren die Pz.Kpfw 35(t) mit bis zu 11 Benzinkanistern beladen.Damit sollte
die Reichweite vergrößert werden-unabhängig von den Versorgungseinheiten,die bei den schwierigen Wegeverhältnissen kaum nachkamen.Das barg aber auch große Gefahren...
...so setzten getarnte russ.Scharfschützen bei den schweren Kämpfen um das Walddorf Jurka jenseits der
Luga erstmals sogar Panzer außer Gefecht-durch präzises Gewehrfeuer auf die außen angebrachten Benzinkanister!"Die Sondermunition der Scharfschützen durchschlägt das Blech der Behälter und
lässt das brennende Benzin in den Kampfraum und Motor des Tanks sickern."Die Besatzungen verbrennenentweder in den Panzern oder kommen mit schweren Brandwunden raus."Elf Panzer büßt die
6.Panzerdivision (allein) durch das Scharfschützenfeuer auf die Benzintanks ein."
Im Russlandfeldzug hatte der Fahrerscheinwerfer einen Überzug mit einem Schlitz in der
Mitte.Mittlerweile waren fast alle Panzerkampfwagen 35(t) auch zusätzlich mit einem Notekscheinwerfer ausgerüstet.
Im Polenfeldzug und auch noch im Westfelzug wurde der Fahrerscheinwerfer unverändert
genutzt.Auch hier deutlich zu sehen,daß das Kabel außerhalb des Panzers befestigt war.
Divisionskennzeichen an Pz.Kpfwg.35(t) Bekanntlich war die 1.Leichte Dvision/6.Pz.Div. als einziger Verband der Wehrmacht mit Pz.Kpfwg.35(t) ausgerüstet.Bislang konnte ich aber mit
dem Totenkopf auf dem Bild des Modellbaukastens nichts anfangen.Auch die Modellbauer,die Fotos von ihren Modellen mit aufgebrachten Totenkopf ins Netz stellten,äußerten sich nicht
dazu...
Der Totenkopf ist hier nicht Sinnbild der Panzertruppe sondern das Divisionszeichen der SS-Totenkopf-Division.Sie erhielt bei ihrer Aufstellung Ende 1939 neben
anderer tschechischer Ausrüstung und Technik auch 6 Pz.Kpfwg. 35(t).Diese Panzer wurden in der SS-Totenkopf-Aufklärungsabteilung eingesetzt (in der 3.Kompanie zwei
"Panzerkraftwagenzüge" mit je 3 Panzern).
hier deutlich zu sehen: die Kanone UV vz. 34 mit dem gepanzerten
Rohrücklaufzylinder
Ein PzKpfw 35(t) der 5 Kompanie,Pz.Reg.11 im Polenfeldzug. Am Heck,unter der Nummer 511
gepanzerte Nebelkerzenbehälter
Jagdpanzer 38(t) Hetzer Panzerjäger 38(t) für 7.5 cm PaK 39