Modelle & Erzählungen: Lothar Wichlacz kreative Welten Tauchen Sie ein in die kreative Welt von Lothar Wichlacz: Vom Modellbau zum Schriftsteller. Entdecken Sie Leseproben, Buchinfos und Modellbau-Tipps. Hier erfahren Sie alles über spannende Geschichten, Liebesromane, und die Kunst des Schreibens. Ideal für Modellbau-Enthusiasten und Bücherliebhaber! Modellbau, Modellbau-Tipps Modellbau Projekte
Die Fieseler Fi 156 Storch war ein bemerkenswertes Flugzeug des Zweiten Weltkriegs, das aufgrund seiner einzigartigen STOL-Fähigkeiten (Short Takeoff and Landing) und seiner herausragenden Langsamflugeigenschaften weite Verbreitung und vielseitige Verwendung fand.
Entwicklung und technische Merkmale:
Die Fi 156 wurde 1936 von den Gerhard-Fieseler-Werken entwickelt, um den Anforderungen der Luftwaffe nach einem Flugzeug gerecht zu werden, das kurze Start- und Landestrecken benötigte und bei niedrigen Geschwindigkeiten stabil fliegen konnte. Das Flugzeug war bekannt für sein ungewöhnliches Design mit einem hochbeinigen Fahrwerk und breiten Flügeln, die ihm die Möglichkeit gaben, auch auf unwegsamem Gelände zu operieren.
Ein markantes Merkmal war die Fähigkeit, bei sehr geringen Geschwindigkeiten stabil zu fliegen und beinahe senkrecht zu landen, was es ideal für den Einsatz in unwegsamem Gelände machte. Durch das aerodynamisch optimierte Tragwerk, die Landeklappen und die großen Flügel konnte die Fi 156 auch bei starkem Wind nahezu in der Luft stehenbleiben und in extrem engen Bereichen starten und landen. Der Antrieb erfolgte durch einen 240 PS starken Argus As 10C-Motor.
Einsatzgebiete:
Der Storch wurde von der Luftwaffe in verschiedenen Rollen eingesetzt:
1. Kurierflugzeug: Der Storch diente als wichtiges Verbindungsflugzeug, um Nachrichten und Personal zwischen den verschiedenen Fronten zu transportieren.
2. Beobachtungsflugzeug: Wegen seiner exzellenten Sicht und seiner Langsamflugeigenschaften wurde die Fi 156 als Aufklärungsflugzeug eingesetzt.
3. Sanitätsflugzeug: Dank der Fähigkeit, auf beengtem Raum zu landen, war der Storch ideal, um Verwundete aus dem Gefahrengebiet zu transportieren.
4. Evakuierung: Eines der berühmtesten Beispiele ist die spektakuläre Evakuierung von Benito Mussolini aus der Gefangenschaft durch Otto Skorzeny im Jahr 1943. Der Storch landete auf einem steilen Bergplateau und brachte Mussolini sicher in den Flug.
Verbreitung:
Neben Deutschland wurde die Fi 156 auch von anderen Ländern verwendet, darunter Finnland, Italien, Ungarn, Rumänien und die Schweiz. Ihre Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit führten dazu, dass das Flugzeug auch nach dem Krieg noch in einigen Armeen im Einsatz blieb.
Technische Spezifikationen:
• Motor: Argus As 10C mit 240 PS
• Spannweite: 14,25 Meter
• Länge: 9,9 Meter
• Maximale Geschwindigkeit: 175 km/h
• Reichweite: 380 Kilometer
• Besatzung: 2-3 Personen
• Nutzlast: Bis zu 360 kg
Fazit:
Der Storch wurde aufgrund seiner einzigartigen Fähigkeiten und seiner legendären Einsätze berühmt. Seine STOL-Eigenschaften machten ihn in allen Kriegsgebieten, besonders im unwegsamen Gelände der Ostfront, zu einem unverzichtbaren Flugzeug. Auch nach dem Krieg blieb der Storch in verschiedenen Ländern ein beliebtes Flugzeug. Bis heute bleibt die Fi 156 eines der legendärsten Flugzeuge des Zweiten Weltkriegs.
Die Konstruktion des Storches ermöglichte ihm eine extrem niedrige Mindestfluggeschwindigkeit von unter 50 km/h. Somit verringerten sich auch die Anforderungen an Start- und Landestrecken. Zum Start reichten dem Storch bei Gegenwind 50 Meter, zum Landen 20 Meter. Das Flugzeug flog langsam genug, um Fernmeldekabel verlegen zu können. Bei entsprechendem Gegenwind konnte der Storch auch in der Luft stehen oder sich gar rückwärts bewegen.
Ein spektakulärer Einsatz eines Fieseler Storches war das Unternehmen Eiche, die Befreiung des gestürzten italienischen Diktators Benito Mussolinis vom Gran Sasso d'Italia am 12. September 1943.
Internationale Anerkennung erlangten die Störche, als am 19. November 1946 eine Douglas C-53 Skytrooper der USAAF am Gauligletscher in der Schweiz verunglückte. Alle elf Personen an Bord überlebten den Absturz. Die aufwändigen Rettungsversuche der Amerikaner misslangen allesamt, doch mit den Störchen der Schweizer Flugwaffe konnten nach fünf Nächten die Verunglückten gerettet werden (siehe Flugzeugabsturz auf dem Gauligletscher); unter ihnen befanden sich zwei US-Generäle und weitere hohe Offiziere. In der Schweizer Flugwaffe war der Storch bis 1963 im Dienst.
| Fieseler Fi 156 C-3: | |
| Kenngröße | Daten |
|---|---|
| Länge | 9,90 m |
| Flügelspannweite | 14,27 m |
| Tragflügelfläche | 26 m² |
| Höhe | 3,00 m |
| Antrieb | Ein Argus As10C hängender, luftgekühlter V8-Motor mit 240 PS Startleistung |
| Höchstgeschwindigkeit | 175 km/h in Meereshöhe |
| Mindestgeschwindigkeit | 45 km/h |
| Reichweite | 377 km |
| Besatzung | ein Pilot und zwei Beobachter |
| Dienstgipfelhöhe | 4.600 m |
| Leergewicht | 930 kg |
| Fluggewicht | 1.320 kg |
| Bewaffnung | Ein 7,92 mm MG; bis zu drei 50 kg Bomben oder eine 135 kg Wasserbombe oder 48 Schüttbomben |


Der Fieseler Fi 156 ist ein propellergetriebenes Flugzeug, das erstmals 1936 flog. Entwickelt und gebaut wurde es in den Gerhard-Fieseler-Werken in Kassel. Der Storch, wie er wegen seines hochbeinigen Fahrgestells genannt wurde, kam im Zweiten Weltkrieg als Verbindungs-, Beobachtungs- und Sanitätsflugzeug zum Einsatz.
Das speziell für Kurzstart- und Kurzlandeverfahren ausgelegte Flugzeug konnte in der Schweiz zur Lösung der verschiedensten Transportaufgaben eingesetzt werden. Auch die eigentlichen Hochgebirgs- und Gletscherlandungen nahmen damit ihren Anfang. Geradezu weltberühmt wurden die Schweizer „Fieseler-Störche“, welche für die nachstehend aufgeführte Rettungsaktion auf dem Gauli-Gletscher (3200 m ü.M.) eingesetzt werden konnten.

Der Bau des Storchs macht mir wirklich viel Spaß , da die Passgenauigkeit und die Details hervorragend sind. Ein interessantes Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg, das etwas Abwechslung in mein Hobby bringt.
Etwas kompliziert sind lediglich die filigranen Streben für das Fahrgestell sowie unter den Tragflächen. Die Cockpitdetails habe ich direkt vom Bausatz übernommen und die Haltegurten die im Bausatzt nicht vorhanden sind, werden von mir noch ergänzt....sind schon in Arbeit.